Webentwicklung mit virtuellen Maschinen (1/10)

In dieser Serie werde ich beschreiben, wie man mithilfe von virtuellen Maschinen eine Umgebung zum Entwickeln und Testen von Webprojekten erhält.

Durch Virtualisierung lassen sich auf einem realen Rechner mehrere Betriebssysteme installieren. Dabei gibt es einen Wirt auf dem sogenannte virtuelle Maschinen laufen. Diese Gastsysteme verhalten sich wie echte Computer: Sie verfügen über eigene Hardware mit Betriebssystem und installierten Programmen. Die Hardware ist dabei virtuell. Es lässt sich zum Beispiel festlegen, wie viel Arbeitsspeicher zur Verfügung steht oder wie groß die Festplatte ist. Außerdem besteht Zugriff auf tatsächlich angeschlossene Geräte, wie Maus oder Tastatur.

Auf meinem Rechner läuft Ubuntu Jaunty Jackalope. Ich werde in der nächsten Zeit zwei virtuelle Maschinen einrichten: Einen Entwicklungsserver und einen Testrechner. Auf dem ersten wird die Server Edition von Ubuntu inklusive Apache-Webserver, MySQL-Datenbank, PHP und Ruby installiert. Auf dem Testrechner kommt Windows XP mit gängigen Browsern zum Einsatz.

Wozu der ganze Aufwand?

Wenn ich Änderungen auf einem Gastsystem vornehme, hat dies keine Auswirkungen auf den Wirt. Ich kann also nach Herzenslust experimentieren, ohne dass ich mir das “Hauptsystem” zerschieße. Des Weiteren bin ich in der Lage, komplette Gastsysteme inklusive Programmen, Einstellungen und meinen Projekten auf eine externe Festplatte zu sichern. Ein weiterer Grund heißt Internet Explorer. Um Webanwendungen richtig testen zu können, sollte dieser Browser nativ unter Windows laufen. Ein eigener Computer nur für diesen Zweck wäre mir allerdings zu schade und zu teuer.

Als Virtualisierungslösung wird VMware zum Einsatz kommen. Im nächsten Beitrag gehe ich näher darauf ein und erkläre, wie man den Player unter Ubuntu installiert.

Anmerkungen

Wie bereits erwähnt, läuft auf meinem Rechner Ubuntu. Es besteht aber auch durchaus die Möglichkeit, dass andere Betriebssysteme wie Windows oder Mac OS als Wirt dienen. Zudem gibt es noch andere Virtualisierungslösungen, auf die ich evtl. später eingehen werden. Zu erwähnen sei hier vor allem die Open-Source-Software VirtualBox von Sun Microsystems. Außerdem muss noch gesagt werden, dass diese Serie lediglich eine relativ einfache Vorgehensweise beschreibt. Wer sich tiefer mit der Materie befassen möchte, sollte sich zum Beispiel den VMware Server ansehen, der wesentlich mehr Funktionalitäten bietet, aber auch komplizierter ist. Im nächsten Beitrag geht es weiter mit der Installation des VMware Players.

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